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Veröffentlichungsreihe

Die Kommission gibt seit 1914 Quelleneditionen, Kartenwerke und Monographien zur Geschichte Nordwestdeutschlands heraus. Die Untergliederung der Veröffentlichungsreihe in zahlreiche Unterreihen wurde 1999 aufgegeben, dafür eine einheitliche Zählung der Werke als Gesamtreihe eingeführt. Bisher sind mehr als 290, z. T. vielbändige Werke erschienen . Veröffentlichungsliste zum Download (Stand Nov. 2016)

Zuletzt sind folgende Bände erschienen:


Archiv und Landesgeschichte

Bd. 300

Archiv und Landesgeschichte. Festschrift für Christine van den Heuvel. Im Auftrag der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen und des Niedersächsischen Landesarchivs herausgegeben von Sabine Graf, Regina Rößner und Gerd Steinwascher, Göttingen 2018.

Archiv und Landesgeschichte bedingen einander. Wer Landesgeschichte betreibt, sollte sich in Archiven zurechtfinden, wer im Archiv die historische Überlieferung bildet, sich in der Landesgeschichte auskennen. Christine van den Heuvel, die Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs sowie ehemalige Geschäftsführerin und stellvertretende Vorsitzende der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, hat diese Verbindung von Archiv und Landesgeschichte immer vertreten und vorgelebt. Deshalb wird ihr nun von den Kolleginnen und Kollegen aus ihren bundesweiten Arbeitszusammenhängen mit einer Festschrift gedankt, die Aufsätze aus beiden Bereichen – Archiv und Landesgeschichte – vereint.

Die Festschrift umfasst insgesamt 29 Beiträge, die sich mit der niedersächsischen Landes- und Archivgeschichte beschäftigen, aber auch allgemeine Problemfelder abdecken. Das Spektrum der Themen ist breit und eine Fundgrube für alle, denen Archiv wie Landesgeschichte ein Anliegen sind.

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Uelzen-Bohldamm

Bd. 297

Arne Hoffrichter, Das Lager Uelzen-Bohldamm diente über Jahrzehnte als erste Anlaufstation für Vertriebene und Flüchtlinge aus der DDR in Westdeutschland, Göttingen 2018.

Von 1945 bis 1963 durchliefen über zwei Millionen Menschen das Flüchtlingsdurchgangs- und Notaufnahmelager Uelzen-Bohldamm. Diente das Lager zunächst der Militärregierung als Steuerungs- und Kontrollinstrument bei der Aufnahme von Vertriebenen, avancierte es ab 1947 zum ersten westdeutschen Durchgangslager für Zuwanderer aus SBZ und DDR. Das Lager war eng verbunden mit der Entwicklung der westdeutschen Aufnahmeregelungen für diesen Personenkreis. Fortan mussten die Zuwanderer ihren Abwanderungsentschluss mit einer Verfolgungssituation in Ostdeutschland rechtfertigen, um als Flüchtlinge in Westdeutschland anerkannt zu werden.
Die westdeutschen Politiker instrumentalisierten das Lager, um ihre Überlegenheit im Ost-West-Konflikt darzustellen. Schließlich nutzten die westlichen Geheimdienste und andere Organisationen die Zuwandererbefragungen, um an Informationen über die Situation jenseits des »Eisernen Vorhangs« zu gelangen.
Arne Hoffrichter untersucht anhand einer Längsschnittanalyse des Lagers, wie sich die flüchtlingspolitischen Maßnahmen der verschiedenen Akteure auf die sich ändernde Situation von erzwungener Flucht und freiwilliger Abwanderung im Konflikt zwischen Ost und West auswirkten.

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VHKNB 296
Bd. 296

Jürgen Schlumbohm, Verbotene Liebe, verborgene Kinder. Das Geheime Buch des Göttinger Geburtshospitals 1794-1857, Göttingen 2018.

Wie lebten Frauen und Männer aus »guter Familie« Beziehungen jenseits der Gesetze und Konventionen, und wie gingen sie mit deren Folgen um? Eine jüngst aufgetauchte Quelle, das »Geheime Buch« des Göttinger Entbindungshospitals liefert hier neue, überraschende Perspektiven. Nach detektivischer Entschlüsselung gewährt das Buch tiefe Einblicke in unstatthafte Paarkonstellationen, verheimlichte Geburten und verborgene Kindschaften. Mit welchen Mitteln die Geheimhaltungsstrategien zur Rettung der Familienehre umgesetzt wurden tritt ebenso zutage wie die Folgen, die sich daraus für Frauen, Männer und ihre verschwiegenen Kinder ergaben. Zugleich wird ein Aspekt der Entbindungsklinik sichtbar, der bisher im Dunkeln lag: die »heimlichen« Geburten. Angesichts aktueller Debatten um anonyme oder vertrauliche Geburten kommt dieser spezifischen Funktion des Hospitals besondere Bedeutung zu.

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Bd. 295

Torsten Riotte, Der Monarch im Exil. Eine andere Geschichte von Staatswerdung und Legitimismus im 19. Jahrhundert, Göttingen 2018.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebten zeitgleich zwei Hochadelige im österreichischen Exil: der französische Prinz Henri, ein Enkel König Charles X. und letzter legitimer Thronfolger, sowie der hannoversche Kronprinz Ernst August, Sohn König Georgs V. und seit 1878 Oberhaupt der Welfen. Beide gehörten zu einer Gruppe, die in der Zeit zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg deutlich zahlreicher war, als bisher angenommen. Nach gewaltsamen Herrschaftswechseln fanden sich zahlreiche ehemalige Herrscher und ihre Familien als »Monarchen im Exil« im europäischen Ausland wieder. Sie mussten ihren rechtlichen Status klären, finanziell überleben und sich dynastisch neu positionieren. Dass dies unter sich ändernden Rahmenbedingungen zunehmend eine Herausforderung wurde, liefert Aufschlüsse über die europäische Staatswerdung, die so bisher noch nicht beschrieben worden ist. Darüber hinaus fungierten die beiden »abwesenden Monarchen« als politische Symbole der konservativen Opposition in den Heimatländern. Restauration und Legitimation des herrschaftlichen Anspruchs erwiesen sich als komplexe Konzepte, die politische, dynastische und gesellschaftliche Interessen vereinen mussten.

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Geldgeschichte und Münzpolitik
Bde. 293/294
Stefan Roth, Geldgeschichte und Münzpolitik im Herzogtum Braunschweig-Lüneburg im Spätmittelalter, Teil 1: Die Rechnungsbücher der Braunschweiger Münzstätte, Teil 2: Geldgeschichte und Münzkatalog, Göttingen 2018.
Die spätmittelalterliche Geldgeschichte und Münzpolitik der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg wie auch der Städte des Herzogtums wird von der Gründung des Herzogtums 1235 bis zum Übergang zur Großsilberprägung 1501/1502 umfassend behandelt.
Die Städte und Territorien im Herzogtum werden in diesem zweiten Teil des mehrbändigen Werks im Einzelnen erfasst und miteinander verglichen. Auch der Herstellungsprozess der Münzen wird mit zugehörigen Verträgen und technischer Ausstattung erläutert. Ein detaillierter Katalog der im Herzogtum vorkommenden Münztypen ergänzt die Arbeit.
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Titelbild UB Zesterfleth

Bd. 291

Urkundenbuch der Herren von Zesterfleth. Bearbeitet von Hans Georg Trüper, Göttingen 2017.

Die Herren von Zesterfleth, erstmals erwähnt 1312, ausgestorben 1848, zählen zu den einst bedeutenden stiftsbremischen Ministerialen- bzw. Niederadelsfamilien. Die Grundlage ihres Güterbesitzes legte bereits einer der ältesten bekannten Namensträger, Ritter Marquard I., im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts durch Ankauf zahlreicher Ländereien und Rechte im Alten Land und in Kehdingen. Zum Hauptsitz der Familie entwickelte sich Bergfried im Kirchspiel Steinkirchen (Altes Land).
Das vorliegende Urkundenbuch beruht auf dem Bergfrieder Gutsarchiv, das am Standort Stade des Niedersächsischen Landesarchivs überliefert ist. Es gibt Auskunft über insgesamt 296 Rechtsgeschäfte, in der Regel mit Kurzregest und vollständiger Abschrift. Die Überlieferung setzt bereits 1232 ein und reicht bis ins 17. Jahrhundert. Einleitend wird neben der Quellenüberlieferung vor allem die Familie Zesterfleth mit Namen, Herkunft und Wappen näher vorgestellt. Mehrere Stammtafeln machen deren Geschichte übersichtlich. Ausführliche Register erschließen den für das Alte Land und die angrenzenden Gebiete aufschlussreichen Urkundenbestand.

Der Band setzt die Reihe der niedersächsisch-bremischen Urkundenbücher fort, deren Herausgabe zu den langfristigen Arbeitsschwerpunkten der Historischen Kommission gehört.

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Anton weise nach dem Raum vermoegensverwertungsstelle oberfinanzpraesident hannover 1941 1950

Bd. 290

Anton Weise, Nach dem Raub. Die Vermögensverwertungsstelle beim Oberfinanzpräsidenten Hannover (1941-1950), Göttingen 2017.

Mit den 1941 einsetzenden Deportationen der deutschen Juden wurde die Reichsfinanzverwaltung zum entscheidenden Behördenzweig für die Aneignung und Verwertung derer Vermögen. Ende des Jahres wurden dezentral agierende »Vermögensverwertungsstellen« (VVS) eingerichtet - so auch die VVS beim Oberfinanzpräsidenten Hannover, zuständig für die Mitte und den Süden des heutigen Landes Niedersachsen, deren reiche archivische Überlieferung schon für verschiedene Fallstudien herangezogen wurde. In seiner Dissertation konzentriert sich Anton Weise auf diese Einrichtung und wertet die Quellen nach Fragestellungen der viel diskutierten NS-Täterforschung aus: Wer waren die Bediensteten, und wie agierten sie konkret? Wie lässt sich ihre Tätigkeit in den Prozess des Holocaust einordnen? Wer profitierte in welchem Maße von der Ermordung und Beraubung der Juden? Die Ergebnisse sprechen dafür, dass an diesem Raub ein vielfältiges Behördennetzwerk beteiligt war. Von den Vermögen der Opfer des nationalsozialistischen Regimes profitierten große Teile der Bevölkerung, wobei die Erwartungen der Profiteure sich oftmals nicht erfüllten.

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johanna oehler abroad at goettingen britische studenten universität göttingen historische kommission niedersachsen

Bd. 289

Johanna Oehler, “Abroad at Göttingen”. Britische Studenten als Akteure des kulturellen und wissenschaftlichen Transfers 1735 bis 1806, Göttingen 2016.

Was bedeutete die Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien für die aufklärerische Reformuniversität Göttingen? Einen zentralen Aspekt dieses Themas beleuchtet Johanna Oehler, indem sie die Fragerichtung umkehrt: Was bedeutete Göttingen für die 237 britischen Studenten, die sich zwischen 1735 und 1806 hier immatrikulierten? Dazu gehörten neben drei königlichen Prinzen anfangs überwiegend Aristokraten, dann zunehmend auch Angehörige der bürgerlichen Elite und junge Akademiker mit speziellen wissenschaftlichen Interessen. Die intensiv recherchierte Kollektivbiographie mit vielen Selbstzeugnissen zeigt, dass ein solcher Aufenthalt keineswegs nur oberflächliches Intermezzo sein musste. Der wissenschaftliche Austausch, vermittelt von adligen und akademischen Netzwerken, und ganz praktisch-alltägliche Erfahrungen - beides hinterließ vielfach intensive Spuren. Ein vergleichender Blick auf das bei britischen Studenten ähnlich beliebte Collegium Carolinum in Braunschweig ergibt, dass die Personalunion keine zwingende Voraussetzung für diese Beziehungen darstellte, im Kurfürstentum Hannover aber zu einem spürbar stärkeren Zusammengehörigkeitsbewusstsein beitrug.

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VHKNB 288

Bd. 288

Barbara Klössel-Luckhardt, Mittelalterliche Siegel des Urkundenfonds Walkenried, Göttingen 2017.

Das Zisterzienserkloster Walkenried im Südharz, gegründet in den 1120er Jahren, stand ursprünglich unter königlicher Schutzherrschaft und gehörte zu den bedeutendsten Konventen im niedersächsischen und mitteldeutschen Raum. Seine politisch und wirtschaftlich weit gespannten Außenbeziehungen spiegeln sich nicht zuletzt im historischen Urkundenbestand, der am Standort Wolfenbüttel des Niedersächsischen Landesarchivs verwahrt wird, und speziell in dessen Siegeln. Barbara Klössel-Luckhardt konnte in akribischer Forschung die über 1500 Siegelabdrücke insgesamt 749 unterschiedlichen Typaren zuordnen, die Siegelführer ermitteln sowie historische und kunsthistorische Hintergründe und Details klären. Eine ausführliche Einleitung erläutert den reich illustrierten, eingehend kommentierten Siegelkatalog und gibt zahlreiche Hinweise zur Auswertung.

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ansgar schanbacher kartoffelkrankheit und nahrungskrise in nordwestdeutschland 1848 preis für niedersächsische landesgeschichte historische kommission

Bd. 287

Ansgar Schanbacher, Kartoffelkrankheit und Nahrungskrise in Nordwestdeutschland 1845-1848, Göttingen 2016.

Anders als der "Great Famine" im Irland der 1840er Jahre sind die Ausbreitung der Kartoffelkrankheit (Phytophthora infestans) seit 1845 und eine damit verbundene Nahrungskrise 1846/47 in Deutschland weitgehend in Vergessenheit geraten. Mitte des 19. Jahrhunderts folgten ihnen Hunger, Tumulte und Auswanderung, aber auch gesteigerte Handelsaktivität, landwirtschaftliche Veränderungen und eine große gesellschaftliche Hilfsbereitschaft. Ansgar Schanbacher rekonstruiert diese beiden Ereignisse für das Gebiet der heutigen Bundesländer Niedersachsen und Bremen aus verschiedenen Blickwinkeln. So behandelt er die Wahrnehmung von Kartoffelkrankheit und Nahrungskrise durch die Zeitgenossen, die Reaktionen von Regierungen, Gemeinden und Betroffenen sowie den Umgang der Naturwissenschaft mit der neuen Herausforderung einer unbekannten Krankheit. Nordwestdeutschland zeigt sich dabei gut in europäische und globale Wissens- und Handelsnetzwerke integriert. Die Einzelstaaten agierten jedoch trotzdem weitgehend auf eigene Faust, um die Krise zu bewältigen und einen gesellschaftlichen Umsturz zu verhindern.

Ausgezeichnet mit dem Preis für niedersächsische Landesgeschichte 2016.

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urkundenbuch kloster zeven elfriede bachmann josef dolle

Bd. 286

Urkundenbuch des Klosters Zeven. Bearbeitet von Elfriede Bachmann und Josef Dolle, Göttingen 2016.

Das Kloster Zeven ist hervorgegangen aus dem vermutlich um 960 an der Oste gegründeten Kanonissenstift Heeslingen. Mitte des 12. Jahrhunderts als Benediktinerinnenabtei nach Zeven verlegt, kann der Konvent als ältester im Elbe-Weser-Gebiet gelten. Im Spätmittelalter lebten hier bis zu 30 Nonnen, überwiegend aus Stade sowie aus den Städten Bremen und Verden. Der historische Urkundenbestand ist großenteils am Standort Stade des Niedersächsischen Landesarchivs überliefert. Er gibt Auskunft über Stiftungen, Rechts- und Grundstücksgeschäfte und viele weitere Angelegenheiten eines kleineren, aber regional bedeutsamen Klosters.

Das Urkundenbuch liefert zuverlässige Kurzregesten und Abschriften von insgesamt 283 Urkunden. Die Überlieferung setzt schon bald nach der Gründung ein und reicht bis zur Säkularisation Mitte des 17. Jahrhunderts. Eingeleitet werden die Texte durch einen geschichtlichen Überblick, Listen der Institutsvorstände, Erläuterungen zur Quellenüberlieferung sowie editorische Hinweise. Durch ausführliche Register wird das Urkundenbuch erschlossen.

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urkundenbuch des stiftes st. andreas verden walter jarecki

Bd. 285

Urkundenbuch des Stiftes St. Andreas zu Verden. Auf der Grundlage der Vorarbeiten von Matthias Nistal bearbeitet von Walter Jarecki, Göttingen 2016.

Das Verdener Kollegiatstift St. Andreas wurde 1220 von Bischof Iso von Wölpe an der Pfarrkirche in unmittelbarer Nähe des Doms gegründet. Sein historischer Urkundenbestand ist weitgehend geschlossen am Standort Stade des Niedersächsischen Landesarchivs überliefert. Er gibt Auskunft über ein kleineres bischofsnahes Stift in einer wenig begüterten Diözese, über Grundbesitz, Kapitalverkehr und nicht zuletzt über die Amtsträger und weitere an den Rechtsgeschäften beteiligte Personen. Deren Verbindungen reichten in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in die päpstliche Kurie und das Konzil zu Basel.

Das Urkundenbuch liefert zuverlässige Abschriften und Kurzregesten von insgesamt 343 Urkunden von der Gründungszeit bis 1558, als die mittelalterlichen Verhältnisse mit dem Tod des Verdener Erzbischofs Christoph von Braunschweig-Lüneburg endeten. Hinzu kommen ein geschichtlicher Überblick, Erläuterungen zur Quellenüberlieferung, editorische Hinweise und ein ausführliches Register. Der Band setzt die Reihe der niedersächsisch-bremischen Urkundenbücher fort, deren Herausgabe zu den langfristigen Arbeitsschwerpunkten der Historischen Kommission gehört.


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kriegsbeginn in norddeutschland herausbildung kriegskultur rauh schumann reitemeier

Bd. 284

Kriegsbeginn in Norddeutschland. Zur Herausbildung einer „Kriegskultur“ 1914/15 in transnationaler Perspektive. Im Auftrag der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen herausgegeben von Cornelia Rauh, Arnd Reitemeier und Dirk Schumann, Göttingen 2015.

Bald nach Beginn des Ersten Weltkriegs bildete sich in den kriegführenden Ländern eine spezifische, das gesamte Leben schließlich den Kriegserfordernissen unterwerfende "Kriegskultur" heraus. Im vorliegenden Band wird dieser Wandlungsprozess am Beispiel Norddeutschlands in transnationaler Perspektive untersucht. Die Autorinnen und Autoren konzentrieren sich dabei besonders auf die Städte und die sich dort manifestierenden sozialen wie kommunikativ-medialen Veränderungen.

Aus dem Inhalt:

Roger Chickering: Wann wird der Krieg total?

Christoph Nübel: Sicherheit, Ausnahmezustand, Burgfrieden. Opferökonomien in der Lokalgeschichte der „Heimatfront“ zu Beginn des Ersten Weltkrieges

David Ciarlo: Die Vermarktung des Krieges. Bildreklame in Deutschland, 1910-1916.

Christoph A. Rass: Die Stadt als Erfahrungsraum des Todes auf dem „Schlachtfeld“ in der Anfangsphase des Ersten Weltkrieges

Dietrich Kuessner: Siegesgeläut und Friedenssehnsucht. Kriegskulturen in der Braunschweiger Region in der Überlieferung der Braunschweiger Landeskirche

Harald Lönnecker: „Auf in den Krieg, voran zum deutschen Sieg!“ Vom akademischen Normal- zum Ausnahmezustand in den Hochschulstädten Göttingen, Braunschweig und Hannover 1914/1915

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geschichte niedersachsens band 4 19. jahrhundert stefan brüdermann Erster Weltkrieg

Bd. 283 / XXXVI Band 4

Geschichte Niedersachsens. Band 4: Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Herausgegeben von Stefan Brüdermann, Göttingen 2016.

Das mehrteilige Standardwerk zur Geschichte Niedersachsens wird um den Band über das 19. Jahrhundert erweitert. Auf dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Kenntnis wird die bewegte Vergangenheit der Länder auf heutigem niedersächsischem Gebiet von der Zeit Napoleons bis zum Ende des Kaiserreichs allgemeinverständlich dargestellt. Das von über zwanzig Autorinnen und Autoren erarbeitete Werk umfasst neben Politik, Verfassung und Verwaltung zahlreiche themenbezogene Abschnitte zur Wirtschafts- und Sozial-, Kirchen- und Kulturgeschichte. Beiträge widmen sich u. a. der Bevölkerungsentwicklung und Migration, der Ehe und Familie, verschiedenen sozialen Formationen (Adel, Bürgertum, Arbeiter), den christlichen Konfessionen und der jüdischen Bevölkerung. Ebenso werden Bildung, Literatur, Musik, Kunst und Architektur behandelt. Ein Blick auf die Geschichtskultur im Historismus und den seit der Jahrhundertwende verstärkt propagierten „Niedersachsen-Gedanken“ beschließt den inhaltsreichen Band, der sich unterschiedlich nutzen lässt: als aktuelle Überblicksdarstellung, zuverlässiges Handbuch und Wegweiser zu weiterführender Literatur.

Das Buch wurde am 12. Mai 2016 in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover vorgestellt.

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rittergueter lueneburger landschaft ritterschaft lueneburg brosius hindersmann

Bd. 282

Rittergüter der Lüneburger Landschaft. Die Rittergüter der Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg. Herausgegeben von der Ritterschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg, bearbeitet von Ulrike Hindersmann und Dieter Brosius, Fotos von Jutta Brüdern, Göttingen 2015.

Das welfische Fürstentum Lüneburg, bis 1705 selbständig und von Celle aus regiert, umfasste zwischen Leine und Elbe den gesamten Nordosten des heutigen Bundeslandes Niedersachsen. Die von ausgewiesenen Experten erarbeitete und von einer erfahrenen Architekturfotografin reich bebilderte Dokumentation zum Landadel dieses Gebietes schließt eine Forschungslücke. Zunächst werden die lüneburgischen Rittergüter als Forschungsthema und die Verfassungsgeschichte der Ritterschaft vorgestellt. Der anschließende Hauptteil enthält in alphabetischer Reihenfolge die Geschichte der 74 Güter, die gegenwärtig in der Ritterschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg vertreten sind. Im Anhang findet sich unter anderem die älteste überlieferte Matrikel der Ritterschaft von 1566 abgedruckt. Über die engeren fachhistorischen Kreise hinaus richtet sich der Band an ein größeres Publikum von landes-, kultur- und baugeschichtlich Interessierten und lädt zur Erkundung einer niedersächsischen Schloss- und „Adelslandschaft“ ein.

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topografisch-militärische karte bistum hildesheim scharnhorst

Bd. 281

Die topographisch-militärische Karte des Bistums Hildesheim von 1798. Herausgegeben und erläutert von Hans-Martin Arnoldt, Kirstin Casemir, Christian Hoffmann, Uwe Ohainski und Niels Petersen, Göttingen 2015.

Unter der "Direction" des damals noch in hannoverschen Diensten stehenden Oberstleutnants Gerhard Scharnhorst, des später in Preußen geadelten Heerführers und Militärreformers, entstand 1798 eine "Topographisch-Militairische Charte des Bisthums Hildesheim". Dabei handelt es sich um die früheste exakte Gesamtvermessung dieses geistlichen Territoriums, das erst mehrere Jahrzehnte später, nach der Übernahme durch Kurhannover, mit der Gauß’schen Landesaufnahme eine genauere Kartierung erfuhr. Die Originalkarte, die eine Größe von 130 zu 100 cm hat und im Maßstab von 1 : 64.000 gezeichnet ist, wird in der Staatsbibliothek zu Berlin verwahrt. Mit der vorliegenden Edition wird sie erstmals in hoher Qualität und farbig reproduziert. Entstehung und Bedeutung des Werkes werden in einem Begleitheft erläutert.

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niels petersen die stadt vor den toren lüneburg umland spaetmittelalter

Bd. 280

Niels Petersen, Die Stadt vor den Toren. Lüneburg und sein Umland im Spätmittelalter, Göttingen 2015, 2. Aufl. 2016.

Die mittelalterliche Stadt endete nicht an ihren Mauern. In vielfacher Hinsicht reichte der mittelalterliche Stadtraum über seine Binnenfläche hinaus und strukturierte auch das vermeintlich leere Feld jenseits der engeren Grenze. Dazu gehörten Forsten, Gärten und andere Grundstücke in bürgerlichem und kommunalem Besitz, Gewerbebetriebe (Ziegeleien, Mühlen, Steinbrüche) und Versorgungsanlagen (Brunnen) sowie militärische Befestigungen (Landwehr). Städtische Herrschaftsrechte im Umland standen ebenso im Fokus der Ratspolitik wie die Handelswege, die für den ökonomischen Erfolg einer Stadt und ihrer Kaufleute notwendig waren. Niels Petersen rekonstruiert im Detail das Umland der Hanse- und Salzstadt Lüneburg, die im 15. Jahrhundert zu den größten Städten Norddeutschlands gehörte, und ordnet die Ergebnisse in die Stadt-Umland-Forschung und die neueren „Raum“-Diskussionen ein. Dabei wird deutlich, dass der Stadtraum - auch in Lüneburg - nicht abstrakt definierbar ist, sondern praktisch und symbolisch hergestellt und als solcher wahrgenommen werden musste.

Ausgezeichnet mit dem Forschungspreis Lüneburger Geschichte und dem Dritten Preis des Doktorandenforums des 48. Deutschen Historikertags.

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koeller agonalitaet und kooperation fuehrungsgruppen im nordwesten des reiches 1250 1550

Bd. 279

André R. Köller, Agonalität und Kooperation. Führungsgruppen im Nordwesten des Reiches (1250–1550), Göttingen 2015.

Wie entstehen in königsfernen Regionen des Mittelalters Kooperation, Netzwerke und Spielregeln angesichts ständiger Konflikte innerhalb und zwischen den Führungsgruppen? Dieser grundsätzlichen Frage geht André R. Köller im Rahmen der Historischen Kulturwissenschaft mit kultur- und sozialgeschichtlichen sowie soziologischen und anthropologischen Methoden nach. Vergleichend betrachtet er die hochadligen Geschlechter in einem weit verstandenen spätmittelalterlichen „Nordwesten“: zwischen Nordseeküste, Elbe, Harz, Lippe und Ems. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Habitus der Fürsten, Grafen und Edelherren, der als „Geschlechtsräson“ u.a. die Praxis der Ehe- und Familienpolitik bestimmte. Die „Erfindung“ von Adel und die Entstehung von Landesherrschaft im gesamten friesischen Siedlungsgebiet erfahren eine Neubetrachtung. Zusammengeführt werden die Erkenntnisse am Beispiel des Utrechter Vertrages und der daran beteiligten Akteure. Dieser Vertrag führte 1529 in einem gewandelten „Nordwesten“ zu einem folgenreichen Ausgleich zwischen den Grafen von Oldenburg und den Grafen von Ostfriesland.

Ausgezeichnet mit dem Preis für niedersächsische Landesgeschichte der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen 2014.

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ralf kirstan johannes letzner

Bd. 278

Ralf Kirstan, Die Welt des Johannes Letzner. Ein lutherischer Landpfarrer und Geschichtsschreiber des 16. Jahrhunderts, Göttingen 2015.

Für alle Konfessionen wird der frühneuzeitlichen Pfarrerschaft eine Schlüsselposition zugeschrieben. Seit dem Augsburger Religionsfrieden bestimmten die Landesherren das Bekenntnis, im Land durchsetzen mussten es die Geistlichen. Indem sie den "rechten Glauben" in den Gemeinden vertraten, wirkten sie – dem Konzept der Konfessionalisierung zufolge – disziplinierend auf die Untertanenschaft ein und bildeten eine wesentliche Stütze der Herrschaft. Doch haben die Pfarrer diese bewegte Zeit auch so erlebt und gestaltet? Am Beispiel Johannes Letzners (1531–1613), der in verschiedenen Orten der welfischen Fürstentümer Göttingen, Wolfenbüttel und Grubenhagen tätig war, rekonstruiert Ralf Kirstan die Lebenswelt und Anschauungen eines lutherischen Landpfarrers. Neben weiteren Quellen kann sich die Untersuchung auf umfangreiche gedruckte und ungedruckte Schriften überwiegend historiographischer Art stützen. Im Ergebnis tritt plastisch hervor, dass die Sicht von „oben“ der Ergänzung bedarf: Der Pfarrer konnte weder erfolgreich gegen seine Gemeinde agieren noch war er persönlich immer so „konfessionalisiert“ wie erwartet.

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hannover großbritannien und europa erfahrungsraum personalunion 1714-1837 ronald g. asch

Bd. 277

Hannover, Großbritannien und Europa. Erfahrungsraum Personalunion 1714–1837. Im Auftrag der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen herausgegeben von Ronald G. Asch, Göttingen 2014.

Die 1714 unter Georg I. (Georg Ludwig von Hannover) vollzogene Personalunion zwischen Großbritannien und dem Kurfürstentum Hannover stieß auf der britischen Seite zunächst auf Widerstand. Das Kurfürstentum galt vielen Kritikern als Keimzelle einer möglichen Überfremdung Großbritanniens. Gerade die Bindung an ein deutsches Fürstentum näherte in England lange eine politische Rhetorik, die auf den Unterschied Englands vom Kontinent abzielte. Faktisch fiel die Union mit Hannover aber zusammen mit dem Aufstieg Großbritanniens zur Weltmacht. Sie schuf militärische und politische Handlungszwänge und Handlungsoptionen, die diesen Aufstieg am Ende zumindest begünstigten. So zahlte sich das Abenteuer einer engeren Verbindung mit dem Kontinent schließlich doch aus. Für Hannover erhielt andererseits die Bindung an England vor allem im Siebenjährigen Krieg und in der Napoleonischen Epoche eine stärkere Tiefendimension; die gemeinsamen Kriegserfahrungen verstärkten die Identifikation mit dem britischen Königreich. Die Erinnerung an die britische Dimension der Geschichte des deutschen Nordwestens erlosch jedoch auch nach dem Ende der Personalunion 1837 nie ganz. Das heutige Bundesland Niedersachsen, mögen zu ihm auch nicht-hannoversche Landesteile gehören, verdankt seine politische Identität jedenfalls auch dieser Epoche.

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Bd. 276

Jessica Cronshagen, Einfach vornehm. Die Hausleute der nordwestdeutschen Küstenmarsch in der Frühen Neuzeit, Göttingen 2014.

Nicht nur Adel und Patrizier herrschten in der Frühen Neuzeit. In ländlichen Gebieten mit geringer Adelspräsenz lag die Gestaltung der sozialen Ordnung weitgehend in bäuerlicher Hand. Die „Herrscher“ im Dorf waren reiche Bauernfamilien, die es verstanden, ihre Exklusivität über Jahrhunderte zu behaupten. Eine solche lokale Elite bildete die bäuerliche Oberschicht in den friesischen Marschgebieten zwischen niederländischer Grenze und Wesermündung. Jessica Cronshagen untersucht, was die besondere Stellung der „Hausleute“ im 17. und 18. Jahrhundert ausmachte: in der Heirats- und Vererbungspraxis, in der dörflichen Politik und Ökonomie sowie in der Bildung und Religion. Den Schlüssel zur Macht bot nicht zuletzt die Repräsentation: Die Selbstinszenierung schuf erst die sonst formal nicht verfasste Gruppe, deren Eigen- und vor allem Fremdwahrnehmung den Zugang zu Heiratskreisen, Bodenmärkten und Krediten entscheidend beeinflusste. Über die niedersächsische Landesgeschichte hinaus leistet die Arbeit Beiträge zur Agrargeschichte sowie zur Entstehung, Entwicklung und Erhaltung frühneuzeitlicher lokaler Hierarchien.

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juden in niedersachsen auf dem weg in die bürgerliche gesellschaft

Bd. 275

Juden in Niedersachsen auf dem Weg in die bürgerliche Gesellschaft. Vorträge des Arbeitskreises Geschichte der Juden in der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Herausgegeben von Werner Meiners und Herbert Obenaus. Wallstein Verlag, 2014.

In der Geschichte der deutschen Juden gilt das 19. Jahrhundert als Epoche der Emanzipation und Verbürgerlichung. Doch was bedeuteten diese Prozesse ganz konkret für Angehörige jüdischer Familien? Inwiefern glückte die „Erfolgsgeschichte“, und wo stieß sie an ihre Grenzen? Solchen Fragen geht der Band anhand regionaler Fallstudien vorwiegend aus dem Königreich und der preußischen Provinz Hannover nach. Auf intensivem Quellenstudium beruhende Beiträge stellen ein Spektrum von Formen und Wegen jüdischer Verbürgerlichung vor, dessen zeitlicher Rahmen von der napoleonischen Zeit bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts reicht. Im Mittelpunkt stehen die Berufe des Religions- und Elementarschullehrers sowie des Rechtsanwalts, das Vereins- und Logenwesen, die Stiftertätigkeit sowie die Friedhöfe und Synagogenbauten. Abschließend wird allgemeiner nach Zusammenhängen zwischen Judentum, Bürgerlichkeit und Nation(alisierung) gefragt und damit nach Entwicklungen, die – zumindest in Deutschland – der „Erfolgsgeschichte“ auf längere Sicht ein furchtbares Ende bereiteten.

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hochschulen und politik in niedersachsen

Bd. 274

Hochschulen und Politik in Niedersachsen nach 1945. Herausgegeben von Detlef Schmiechen-Ackermann, Hans Otte und Wolfgang Brandes. Wallstein Verlag, 2014.

Die Hochschulpolitik ist zwar für die Bundesländer stets von großer Bedeutung gewesen, hat aber von der neuesten Landesgeschichte bisher wenig systematisches Interesse erfahren. Das gilt zumindest für Niedersachsen, obwohl sich hier besonders strukturprägende Entwicklungen zeigen. In dem neu geschaffenen Bundesland mussten in der Nachkriegszeit zunächst die unterschiedlichen Traditionen der früheren preußischen Provinz Hannover und drei ehemals selbständiger Länder zusammengeführt werden. Zum anderen erlebte um 1970 gerade der Hochschulbereich im Zeichen der gesellschaftlichen Debatte über die „Bildungskatastrophe“ eine ganz erhebliche Expansion. Ergänzend zur traditionsreichen Georg-August-Universität in Göttingen bildete sich eine vielfältige niedersächsische Hochschullandschaft aus. Der Sammelband behandelt ein Panorama ausgewählter Entwicklungen und relevanter Probleme im Hochschulwesen Niedersachsens und Bremens, darunter den Umgang mit der NS-Vergangenheit, die Institutionalisierung der historischen Landesforschung und die Studentenbewegung 1968 in der „politischen Provinz“.

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brief und siegel für ein königreich prunkurkunden zur hannoverschen thronfolge

Bd. 273

Brief und Siegel für ein Königreich. Die Prunkurkunden zur hannoverschen Thronfolge in Großbritannien. Von Malte-Ludolf Babin, Gerd van den Heuvel und Ulrike Weiß. Wallstein Verlag, 2014.

Als der hannoversche Kurfürst Georg Ludwig im Jahre 1714 von Hannover nach London aufbrach, um dort als George I. König von Großbritannien zu werden, ließ er die ‚Eintrittskarten’ für die Thronfolge im heimatlichen Archiv zurück: sechs großformatige, prachtvoll gestaltete Urkunden, die zwischen 1701 und 1712 von englischen Sondergesandtschaften nach Hannover gebracht worden waren. Mit ihnen erlangten die Beschlüsse des Londoner Parlaments zur welfischen Thronfolge Rechtskraft. Nach den Worten der Kurfürstin Sophie „ein unvergängliches Monument im hannoverschen Archiv, das sie nicht gegen Juwelen eintauschen wollte“, dokumentieren die Prunkurkunden Anfang und Grundlagen der wechselvollen, 123 Jahre währenden Personalunion zwischen Großbritannien und dem Kurfürstentum/Königreich Hannover, deren Beginn sich in diesem Jahr zum 300. Mal jährt.

Die großformatige Publikation trägt in Inhalt und Ausstattung der herausragenden historischen Bedeutung dieser Urkunden Rechnung. Eine Einleitung stellt die Urkunden in den Kontext der konfliktreichen europäischen Geschichte um 1700. Die diplomatischen und kunstgeschichtlichen Traditionen, in denen die Prachturkunden stehen, werden ausführlich analysiert, und erstmals werden die Urkunden vollständig ediert und abgebildet. Die größte, fast einen Quadratmeter messende Urkunde des „Act of Settlement“ von 1701 ist dem Band als Faksimile zusätzlich beigefügt. Alle Autorentexte des Bandes werden parallel in deutscher und englischer Sprache präsentiert.

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historische stadtansichten aus niedersachsen und bremen klaus niehr städteansichten

Bd. 268

Historische Stadtansichten aus Niedersachsen und Bremen. Herausgegeben von Klaus Niehr, Göttingen 2014.

Bilder ermöglichen uns über das vordergründig Sichtbare hinaus einen von individuellen Interessen geprägten Zugang zur Vergangenheit: Die von Klaus Niehr zusammengestellten historischen Ansichten zeigen daher nicht nur, wie die Städte im niedersächsisch-bremischen Raum einmal ausgesehen haben. In ihnen wird auch eine Botschaft vermittelt, ein Ideal vor Augen gestellt. Diese Darstellungen haben das im kulturellen Gedächtnis existierende Bild der „alten Stadt“ geprägt, und an ihnen kann der Betrachter nachvollziehen, wie vielfältig diese Bilder eingesetzt und gedeutet wurden. Sieben Essays führen in das „Bild der Stadt“ ein – aus Sicht der Bau- und Kunstgeschichte, der Kartographie, der Landschafts- und Wirtschaftsgeschichte, der Kulturgeschichte und historischen Stadttypologie. Ein Katalogteil mit 235 kenntnisreich kommentierten Ansichten aus zahlreichen Archiven, Bibliotheken und Museen zeigt die vergangenen Stadtwelten im Detail. Anschaulich und lehrreich macht dieser Band Alltags- und Kulturgeschichte im umfassenden Sinne visuell erfahrbar.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie auf der Homepage des Wallstein Verlags.

Das Buch wurde zwischen November 2014 und Januar 2015 an mehreren Terminen - in Stade, Lüneburg, Bückeburg, Oldenburg, Hannover und Braunschweig - öffentlich vorgestellt.


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